Ausbildung oder Studium – vor der Frage stehen viele junge Menschen. Bei thyssenkrupp Materials Services fangen jedes Jahr rund 100 von ihnen eine Ausbildung an, hinzu kommen zahlreiche Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Aber warum eigentlich Studium ODER Ausbildung und nicht beides gleichzeitig?
Die Option für beides bietet ein Duales Studium – und für ein solches haben sich unsere Kollegin Sabrina von der Marwitz und unser Kollege Louis Klutz entschieden: Sabrina hat ihr duales Studium vor über 15 Jahren abgeschlossen, Louis ist gerade mittendrin.
Sabrina ist mittlerweile unser Head of Group Reporting & Accounting Excellence, Louis hat jüngst eine Praxis-Station in der Unternehmenskommunikation absolviert. Das haben wir zum Anlass für ein Gespräch genommen, in dem Louis sich mit Sabrina über ihre Beweggründe für diesen Ausbildungsweg unterhalten hat.
Louis: Was hat Dich damals dazu bewegt, Dich für ein duales Studium zu entscheiden?
Sabrina: Für mich war die Kombination aus Theorie und Praxis ausschlaggebend. Ursprünglich wollte ich Jura studieren, hatte dann aber die Sorge, dass mir das zu theoretisch wäre. Mir war wichtig, früh praktische Erfahrungen zu sammeln und finanziell unabhängig zu sein. Das duale Studium hat genau das geboten: einen direkten Einblick in die Arbeitswelt und die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen. Zudem hat man im dualen Studium bereits nach zwei Jahren eine abgeschlossene Ausbildung in der Tasche. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung für mich.
Da haben wir was gemeinsam: Ich habe tatsächlich auch erstmal mit Jura angefangen, und dann ins duale Studium gewechselt. Wie kam es dazu, dass Du bei thyssenkrupp Materials Services gelandet bist?
Weil genau zum richtigen Zeitpunkt eine Stelle für ein duales Studium bei Materials Services ausgeschrieben war und sie mich bei meiner Recherche sofort angesprochen hat. Darüber bin ich dann auch auf die FOM (Anm. d. Red. FOM Hochschule für Ökonomie & Management) als Studienpartner aufmerksam geworden. Mich hat einerseits die internationale Ausrichtung begeistert, andererseits die Möglichkeit, aktiv an Transformationsprozessen mitzuwirken. Für mich war thyssenkrupp zudem ein Unternehmen, das Tradition und Innovation verbindet. Ich habe mich auf ein Umfeld gefreut, das Gestaltungsspielräume bietet.
Was war der größte Unterschied zwischen Uni und Betrieb?
Das ist sicher das Thema Theorie und Praxis. Im Studium bleibt vieles theoretisch und abstrakt, man denkt in Modellen. Im Betrieb ist meistens alles greifbar und konkret, quasi Arbeit am lebenden Objekt. Ich war zum Beispiel früh in die Monatsabschlüsse im Accounting eingebunden. An der Uni ist „Konsolidierung nach IFRS“ ein Kapitel im Buch. Im Unternehmen ist es echte Verantwortung.
Die Verbindung aus Theorie und Praxis sorgt dafür, dass man Inhalte viel schneller versteht – weil man sie direkt im Arbeitsalltag wiedererkennt.
Wie ging Dein Weg nach dem dualen Studium weiter?
Für mich war recht schnell klar, dass ich bei Materials Services bleiben möchte. Ich hatte hier die Möglichkeit, meinen Studienschwerpunkt Controlling direkt im Berufsalltag zu vertiefen. So konnte ich mich fachlich gezielt weiterentwickeln und persönlich wachsen. Heute leite ich ein eigenes Team und das duale Studium hat den Grundstein dafür gelegt.
Louis Klutz absolviert ein duales Studium bei thyssenkrupp Materials Services, Sabrina van der Marwitz hat ihres vor über 15 Jahren abgeschlossen.
Gibt es Fähigkeiten oder Erfahrungen aus der Studienzeit, die Du heute noch nutzt?
Gerade in meiner heutigen Rolle als Führungskraft profitiere ich von den Erfahrungen aus dem dualen Studium, vor allem, wenn ich mich schnell in neue Themen einarbeiten muss. Zudem lernt man im Studium eine gewisse Form von strukturiertem Arbeiten – das hilft einem aus meiner Sicht an vielen Stellen. Und nicht zuletzt: Das Netzwerk, das ich damals aufgebaut habe, ist heute ein zentraler Bestandteil meiner täglichen Arbeit.
Wenn du das duale Studium in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Verantwortung – denn die übernimmt man früh. Das prägt von Anfang an fürs Berufsleben.
Wachstum – persönlich und fachlich, auch dank der Vielfalt der Aufgaben.
Netzwerk – Zusammenarbeit im Team spielt eine große Rolle, genauso wie Kontakte.
Was wünschst du Dir für die zukünftigen dualen Studenten?
Ich wünsche zukünftigen dualen Studenten vor allem Vertrauen und Mut. Gerade am Anfang ist vieles neu und ungewohnt – da hilft es enorm, wenn einem zugetraut wird, Verantwortung zu übernehmen. Mut braucht es, um Chancen zu nutzen, sich auszuprobieren, Fragen zu stellen und den eigenen Weg zu gestalten. Dabei hilft einem natürlich die richtige Unternehmenskultur, die das ermöglicht: eine Kultur, die fördert, motiviert und Raum für persönliche Entwicklung bietet. Da sind wiederum das Unternehmen und die Kolleginnen und Kollegen gefragt und wir müssen alle unseren Beitrag dazu leisten. Ich habe aber das Gefühl, das gelingt uns ganz gut.
Eine letzte Frage: Gibt es Dinge, die du im Nachhinein anders machen würdest?
Nein, tatsächlich nicht. Hätte ich damals gedacht, dass mein Weg so verlaufen würde und ich heute schon so lange bei Materials Services bin? Ganz ehrlich: nein. Aber genau das macht es spannend. Ich konnte in verschiedene Bereiche reinschauen, immer wieder Neues lernen und mich weiterentwickeln – fachlich wie persönlich. Es war nie eintönig, eher ein Weg voller Chancen, der mich dorthin geführt hat, wo ich heute bin: mit Verantwortung und einem tollen Team.
Mehr Infos zum dualen Studium bei thyssenkrupp gibt es hier: